Paul Watson verhaftet

Paul Watson, Gründer und Chef der militanten Umweltschutzorganisation Sea Shepherd, ist am Sonntag auf dem Weg nach Frankreich beim Umsteigen am Flughafen Frankfurt am Main festgenommen worden. Anlass für die Festnahme ist ein Haftbefehl aus Costa Rica.


Der Haftbefehl stammt offenbar aus dem Jahr 2002 als der Film Sharkwater gedreht wurde. Diesen Film habe ich mehr als ein Mal gesehen und bin immer wieder schockiert über die Vorgehensweise des Staates Costa Rica. Dieses Land schlachtet Haie sinnlos ab, betreibt Shark Finning und fischt sogar in geschützten Zonen rund um Cocos Island und Galapagos. Paul Watson ist mit seinen freiwilligen Helfern der einzige der versucht, die Haie - die für unsere Welt so unglaublich wichtig sind - zu retten. Bin auch der Meinung, dass in diesem Fall nur militante Methoden etwas bringen, Greenpeace zum Beispiel macht kaum etwas für Haie. Die Verhaftung von Paul Watson kann ich nicht nachvollziehen - wer klagt Costa Rica an?

Wenn die Haie sterben, stirbt das Meer!



Haiunfall in Südafrika

Vor kurzem gab es wieder einmal eine reisserische Schlagzeile über einen Haiunfall in Südafrika: "Doku-Filmer locken Haie an - Surfer zerfleischt". Es ist natürlich tragisch, wenn jemand nach einem Haibiss aufgrund des Blutverlustes stirbt aber mich freuen die Kommentare zu dem Artikel denn daran sieht man, dass das Verständnis für diese wunderschönen Tiere bei uns gewaltig gestiegen ist. Noch mehr würde es mich aber freuen, wenn auch andere Nationen (China, Japan, etc.) endlich auch so denken würden!

Auszüge aus den Kommentaren:

Wenn der Mensch in den Lebensraum der Haie eindringt muss er auch mit Konsequenzen rechnen.

Schade, dass diese faszinierenden Tiere wegen der Dummheit von Menschen büssen müssen ...

Jährlich werden mehr Menschen durch herabfallende Kokosnüsse als von Haien getötet. Wann fängt man endlich an, diese gefährlichen Bäume auszurotten?

Reiner Gaumenbiss des Weissen Hais. Haie beissen entweder aus Angst oder als Testbiss. Ein Surfer nimmt in Kauf gebissen zu werden, er dringt in das Revier des Hais ein. Wenn die Haie ausgerottet werden, bzw. wenn das Schlachten der wunderschönen Tiere nicht beendet wird, die ganze Nahrungskette im Meer zerfallen, und der Mensch wird bald sehen was er angerichtet hat.

Nun, es ist wie immer. Der Hai hat zwar zugebissen, aber er hat ihn nicht gefressen! Warum? Weil Haie den Geschmack von Menschenfleisch nicht kennen. Er hat den Surfer für eine Robbe gehalten. Wer mal einen Surfer von unten aus dem Wasser heraus gesehen hat, der weiss, was ich meine. Der Hai hat "probiert", aber der Surfer ist daran gestorben. Attackiert ein weisser Hai richtig, können die ein Surfboard halbieren und einen Menschen mit einem Bissen töten. Ich würde nicht von Haiattacken reden, sondern von Haiunfällen.

Das Bein wurde wohl durch einen Gaumenbiss abgetrennt. Er ist verblutet, weil eine Hauptarterie verletzt wurde. Von Zerfleischen kann keine Rede sein.

Doch vergessen wir bitte nicht, dass das Ökosystem ohne diese wunderschönen Tiere komplett aus dem Ruder geraten würde. Denn sie leisten grossartige Arbeit in unseren Ozeanen. Mal wieder gilt der Weisse Hai als tödliche Begegnung.

Haie 3D

Gestern war ich im Verkehrshaus in Luzern und habe mir den Film "Haie 3D" angeschaut. Hatte mir nicht nur von den Aufnahmen sondern auch von der Botschaft mehr erwartet. Dass Haie gefährdet sind, wissen wir mittlerweile alle, wie schlimm es wirklich um sie steht wurde in dem Film nicht vermittelt. Schade, denn es waren sehr viele Kinder im Kino und gerade bei ihnen finde ich es wichtig, Aufklärung zu betreiben.

Habe immer noch den Satz von Rob Stewart aus dem Film "Sharkwater" im Kopf:
Wenn die Haie sterben, stirbt das Meer.

Tigerhai in Formaldehyd

Morgen beginnt in London die Ausstellung von Damien Hirst. Er ist ein sehr kontroverser Künstler, die Werke von ihm zu sehen wäre aber durchaus interessant. Eines der bekanntesten von ihm ist wohl "For the Love of God", ein mit Diamanten besetzter Abguss eines menschlichen Schädels.

Ich hoffe bloss, dass der in Formaldehyd eingelegte Tigerhai einfach so gestorben ist und nicht extra für das Ausstellungsstück "The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living, 1991" getötet wurde ...

© www.damienhirst.com

 © www.damienhirst.com

 © www.damienhirst.com

Fressen und gefressen werden ...

Fransenteppich-Hai (ja, diese Haiart gibt es wirklich!) frisst Bambushai ...

Ob es sich nun um Kannibalismus handelt oder nicht - Haie werden so gut wie immer missverstanden: da ich selber mit Haien tauche (ohne Käfig!) weiss ich, dass sie nicht die blutrünstigen Monster aus Presse oder Filmen sind ... vielmehr sind es feinfühlige Lebewesen, die seit etwa 400 Millionen Jahren unseren Planeten bevölkern und (man glaubt es vermutlich nicht) für uns Menschen eine wichtige Rolle spielen!

Die meisten von uns kennen den Hollywood-Film "Free Willy" ... die wenigsten wissen, dass Orcas u.a. weisse Haie jagen und töten um an ihre Leber zu kommen. Die Leber von weissen Haien ist extrem fettreich und sie hilft den Schwertwalen, in kalten Gewässern zu überleben ... ein weisser Hai hat kaum eine Überlebenschance gegenüber einem Orca ...

Willy - den Orca aus dem oben erwähnten Film - fanden alle süss ... der Hollywood-Streifen "Der weisse Hai" hält vermutlich Generationen von uns davon ab, nachts im Meer zu schwimmen. Peter Benchley (Autor vom Buch "Der Weisse Hai") hat irgendwann festgestellt, was er den Haien mit der Verfilmung seines Buches angetan hat ... er hat es sein restliches Leben lang bereut und sich für den Haischutz eingesetzt ...


Artikel von yahoo.de:
Um den Ruf der Haie steht es nicht besonders gut. Legenden und Filme haben dazu beigetragen, dass die Tiere als blutrünstige Bestien gelten, vor denen wir uns im Wasser in Acht nehmen sollten. Doch nicht nur wir! Eine seltene Aufnahme zeigt, dass der Hai bei Hungerattacken offenbar auch vor anderen Haien nicht Halt macht …

Auf den ersten Blick erkennt man möglicherweise nicht, dass der Braungebänderte Bambushai rechts im Schlund eines anderen steckt. Aufgrund der dunklen, moosähnlichen Farbe und des netzartigen Mosaik-Musters kann man den Fransen-Teppichhai links leicht übersehen. Doch bei genauerer Betrachtung wird offensichtlich: Hier frisst ein Hai den anderen.

Die Forscher Daniela Ceccarelli und David Williamson vom australischen Meeresforschungsinstitut „Research Council of Excellence for Coral Reef Studies” machten die Aufnahmen während einer Fischzählung am Great Barrier Reef vor der Küste Australiens. „Was mir zuerst auffiel war das fast durchsichtige Weiß des Bambushais“, erklärte Ceccarelli in einer E-Mail an die Redaktion der „National Geographic“. Zunächst habe sie gedacht, das Tier lungere lediglich am Meeresboden herum. Auf den zweiten Blick erkannte sie den Fransen-Teppichhai: „Dann wurde klar, dass der Kopf des Bambushais in seinem Maul verborgen war. Der Bambushai war bewegungslos und definitiv tot.“

Brother Islands & Daedalus Reef

Im Oktober werde ich mich mal wieder meinem Hobby widmen: Haitauchen :-)

Dieses Mal geht es ins Rote Meer, genauer gesagt zu den Brother Islands und dem Daedalus Reef. Leider ist die Tour mit Erich Ritter schon ausgebucht, aber ich denke dass die Reise mit Herbert Futterknecht vom SharkProject ebenso interessant wird. Zudem freue ich mich auf's Tauchen mit Dani und Jürg - habe die beiden Berner 2009 beim Haitauchen auf den Bahamas kennengelernt und Dani dieses Jahr zufällig wieder auf der ICT-Networking-Party in Bern wiedergetroffen ...

 

Es gibt zwar keine Haigarantie (ist ja schliesslich kein Zoo) aber aufgrund der starken Strömungen (was das Tauchen sehr anspruchsvoll machen wird) gute Chancen auf Fuchshaie, Seidenhaie, graue Riffhaie und Hammerhaie. Hoffe, dass mir auch ein Weissspitzen-Hochseehai (siehe Bild) über den Weg schwimmt. Diese werden bis zu 4 Meter lang und kommen häufig sehr nahe an die Taucher heran, da es sehr neugierige Tiere sind ... wäre ich auch, wenn ich den ganzen Tag auf hoher See herumgurken würde und sonst nichts wirklich interessantes läuft ;-)


Mein Schiff ist dieses Mal die "Heaven Saphir" von der Heaven Fleet. Scheint eines der besten Liveaboards im Roten Meer zu sein - freue mich jetzt schon wieder auf den perfekten Tagesablauf:

><º((((>< TAUCHEN - ESSEN - SCHLAFEN ><((((º>


P.S. Die zweite Tauchreise dieses Jahr (Oman) ist geplant aber noch nicht bestätigt.

Sharkproject - iPhone App

Eine gute Sache, diese neue iPhone-App von Sharkproject!
Mit CHF 5.- vielleicht nicht ganz güstig, ein Teil des Geldes kommt aber dem Haischutz zu Gute.

Inhalt
  • Lexikon mit über 70 Haien und umfangreichen Informationen
  • Verbreitungsgebiete mit GPS Anbindung
  • Hai-Finder: Haie nach bestimmten Merkmalen suchen
  • über 140 spektakuläre Haibilder, weitere 100 spektakuläre Haibilder als InApp-Kauf
  • News Reader: alle Infos aus der Haiwelt
  • Sichtungsreport: wenn man einen Hai gesehen hat
  • Giftrechner: wie viel Fisch ist wirklich gesund?
  • Stop den Handel mit Haiprodukten: Meldung direkt aus der App